Olympische Spiele aus einem anderen Blickwinkel - Swiss-Ski Connect im Haus des Sports
Was bedeutet Olympia wirklich – für Athlet:innen, Funktionär:innen und die Schweiz als Sportnation? Beim Swiss-Ski Connect Event in Ittigen gaben Selina Gasparin, Christoph Perreten und Susanne Böhlen exklusive Einblicke in die letzten Wochen vor den Spielen in Mailand/Cortina und erzählten, was den olympischen Spirit für sie persönlich ausmacht.
Als Selina Gasparin kurz vor dem Start des 15-km-Einzelrennens in Sotschi ihre Eltern am Streckenrand sah, bekam sie Gänsehaut. «Das war ein besonderer Moment», erinnert sich die Biathletin an ihr Silbermedaillenrennen an den Olympischen Spielen 2014.
Die erste Schweizer Medaillengewinnerin im Biathlon ist dem Sport treu geblieben. Heute engagiert sich Selina Gasparin als Sportartenentwicklerin Langlauf und Biathlon bei Swiss-Ski und widmet sich mit grosser Leidenschaft der Nachwuchsarbeit. Nach den Winterspielen in Vancouver (2010), Sotschi (2014), Pyeongchang (2018) und Peking (2022) finden die Olympischen Spiele 2026 mit Mailand/Cortina erstmals wieder in unmittelbarer Nähe statt. Die Selektionsprozesse in den verschiedenen Sportarten laufen auf Hochtouren – so auch im Schweizer Biathlonteam der Frauen.
«Natürlich können Olympische Spiele einen gewissen Druck im Hinblick auf die Selektionen auslösen», sagt Gasparin. «Meine Schwester Aita befindet sich momentan mitten in diesem Prozess – das ist teilweise auch spürbar.» Sie spricht offen über die Anspannung, aber auch über die Motivation, die ein solches Ziel auslöst.
Während sich Athletinnen und Athleten auf sportliche Höchstleistungen vorbereiten, laufen im Hintergrund die organisatorischen Fäden zusammen. Susanne Böhlen, Leiterin Olympische Missionen bei Swiss Olympic, sorgt mit ihrem Team dafür, dass alles reibungslos funktioniert – von der Akkreditierung bis zur Unterkunft. «Dieser Prozess beginnt schon lange im Voraus. Die Erfahrungen aus den vergangenen Spielen helfen natürlich dabei – aber die eine oder andere schlaflose Nacht gehört dazu», erzählt sie mit einem Schmunzeln.
Während mit den LAAX OPEN zu diesem Zeitpunkt noch ein Heim-Weltcup für die Freestyler stattfindet, richtet Christoph Perreten, Chef Freestyle (Aerials, Moguls), Freeski & Snowboard Freestyle bei Swiss-Ski, den Blick bereits nach Italien. Zwei intensive Wochen an den Spielen stehen bevor. «Während der vergangenen Winterspiele in Pyeongchang und Peking waren wir nicht gerade durch Fan- und Zuschauermassen verwöhnt. Das wird sich diesmal ändern – darauf freuen wir uns sehr», sagt der erfahrene Olympiagänger.
Text: Marc Lagger